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Wagner & Co Solarpaket jetzt Spitzenreiter bei Ökotest (Ausgabe 10/2010)
Das Solarheizpaket SH 1440 AR von Wagner & Co wurde im aktuellen Vergleichstest von Ökotest als eine von zwei Anlagen mit „sehr gut“ ausgezeichnet –„höchste solare Deckung“
Ökotest hat 17 Kombi – Solaranlagen von namhaften Herstellern getestet. Unter dem Titel „Schön warm hier“ sind die Ergebnisse im aktuellen Heft (Ökotest 10/2010) veröffentlicht. Das Solarheizpaket COMBI line SH 1440 AR ist dabei eine von zwei Anlagen, mit dem Gesamturteil „sehr gut“.

Die deutsche Regierung hat das Ziel, bis 2020 14 Prozent der Energie für die Wärmeversorgung aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. 2009 waren es nach Angaben des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) bereits 9,6 Prozent,vor allem durch Bio-Masse. Bislang steuert die Solarthermie, wie die Wärme aus Sonne im Fachjargon genannt wird, nur 0,3 Prozent zur Wärmebereitstellung bei. Doch der Anteil soll kräftig steigen, weshalb die Anlagen gefördert werden. Allerdings ist das mit einem ständigen Hin und Her verbunden. Nach einem Haushaltsstopp im Frühjahr fließen die Mittel jetzt wieder, für Ein- und Zweifamilienhäuser allerdings nur für Solaranlagen, die auch die Raumheizung unterstützen.
Die Nutzung der in Wärme umgewandelten Sonnenenergie wächst seit 20 Jahren stetig, im Durchschnitt um 18 Prozent jährlich; lediglich in den Jahren 2007 und 2009 gab es Rückgänge. Insgesamt sind in Deutschland über 1,2 Millionen Anlagen mit einer Fläche von 12,9 Millionen Quadratmetern installiert.
Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz aus dem Jahr 2009 will regenerative Energien ankurbeln. Bauherren sind verpflichtet, in Neubauten einen Teil des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien zu decken. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, zum Beispiel mit mindestens 15 Prozent solarer Strahlungsenergie, oder aber auch mit Geothermie oder Bio-Masse. Darüberhinaus gibt es teilweise Fördermittel. Wer sich für Solarwärmeanlagen entscheidet, muss Kollektoren einsetzen, die das europäische Gütezeichen Solar Keymark tragen.
Zu 88 Prozent sind auf deutschen Dächern Flachkollektoren zu finden, die restlichen sind Vakuumröhrenkollektoren, bei denen die einzelnen Röhren durch ein Vakuum gedämmt sind und die dadurch einen höheren Wirkungsgrad haben, aber auch teurer und empfindlicher sind. Ein Flachkollektor besteht aus einem meist blauen Absorber, der die Strahlung einfängt. Durchströmt wird er von einer Wärmeträgerflüssigkeit, üblicherweise einem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, das zwischen Kollektor und Warmwasserspeicher zirkuliert. Zum Schutz und zur Vermeidung von Wärmeverlusten ist der Absorber in einen wärmegedämmten Kasten mit transparenter Abdeckung eingebettet.
In unserem Test haben wir uns auf Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung konzentriert. Etwa die Hälfte der neuinstallierten Anlagen sind von diesem Typ, die andere Hälfte sind größere Kombianlagen, die zusätzlich noch die Raumheizung unterstützen können (einen Test dazu veröffentlichen wir im ÖKO-TEST-Magazin 10/2010).
Für diesen Test ließen wir Solarsysteme, die von den Herstellern für einen typischen Haushalt angeboten werden, von Solarexperten begutachten, bewerten und die möglichen Erträge und die Wirtschaftlichkeit berechnen. Auf dem Prüfstand waren insgesamt 17 Anlagen mit Flachkollektoren von verschiedenen Herstellern.
Das Testergebnis
Die solarthermischen Anlagen zur Trinkwassererwärmung werden von den Experten als recht ausgereift bezeichnet. Spitzenreiter in unserem Test ist die Anlage von Wagner & Co. Solartechnik. Doch auch 13 weitere Anlagen können mit "gut" überzeugen. Die Solarpakete von drei Herstellern sind nur "befriedigend", was teilweise am vergleichsweise geringen Ertrag der Anlagen liegt. Verglichen mit den heutigen Gas- und Ölpreisen sind diese Solarwärmeanlagen üblicherweise unwirtschaftlich. Rechnet man aber die Einsparung über 20 Jahre und berücksichtigt dabei die zu erwartende Energiepreissteigerung, sind die Anlagen rentabel.
Die Unterschiede in der Anlagengröße machen verschiedene Ansätze in der Anlagenauslegung deutlich. So hat die kleinste Anlage im Test, von August Brötje, eine aktive Kollektorfläche von nur 4,31 Quadratmetern und die größte Anlage der Marke Solarfocus eine Fläche von 7,44 Quadratmetern. Wenn der Kollektor einen geringeren Wirkungsgrad hat, kann dies teilweise mit einer größeren Fläche kompensiert werden. Entscheidend ist deshalb nicht der Wirkungsgrad- den wir deshalb auch nicht aufführen-, sondern wieviel der Solarenergie genutzt werden kann und was diese Energie kostet. Die Wirtschaftlichkeit ist bei beiden Anlagen ähnlich.
Wir hatten die Hersteller gebeten, Anlagen vorzuschlagen, die nicht nur am sonnenreichen Standort Passau, sondern auch im sonnenarmen Essen über das Jahr gerechnet etwa 60 Prozent der Energie durch Sonnenwärme bereitstellen. Die eindeutig höchste solare Deckung für den Standort Essen hat mit 69 Prozent das Solarpaket zur Trinkwassererwärmung von Wagner & Co. Solartechnik. Acht der 17 Anlagen bleiben unterhalb der Erwartung von 60 Prozent. Am niedrigsten liegen die Pakete von Elco und Schüco, die das Ziel selbst im sonnenreichen Passau noch knapp verfehlen. Dies kann sehr unterschiedliche Gründe haben. So weist der Kollektor von Schüco einen sehr guten Ertrag bei einer geringen Temperaturdifferenz zwischen Kollektor und Außenluft auf, der aber schnell bei höheren Temperaturdifferenzen abnimmt. Auch die Wärmedämmung des Speichers ist relativ gering. Für diese Anlagen sollte eine größere Kollektorfläche gewählt werden, um einen ausreichenden Ertrag zu erzielen.
Was den Verbraucher am Ende besonders interessiert, ist die Wirtschaftlichkeit, also ein günstiges Verhältnis zwischen Kosten und Ertrag. Wenn man dazu die Investitionskosten zu den über 20 Jahre an einem mittleren Standort eingesparten Heizkosten ins Verhältnis setzt - in unserem Beispiel auf Basis von Gas -, dann ist die Anlage von Westfa am wirtschaftlichsten; auch die von Elco, Phönix und Solarfocus können noch überzeugen. Alle Anlagen haben sich nach 20 Jahren längst amortisiert, wenn die Gaspreise - wie angenommen - weiter deutlich steigen, was zu erwarten ist. Das leistungsfähige Solarpaket von Wagner ist teurer und landet in puncto Wirtschaftlichkeit nur im Mittelfeld. Die sonst gute Anlage von Weishaupt ist am wenigsten wirtschaftlich. Die angesetzten mittleren Preise beruhen auf Herstellerangaben, mit einem Pauschalbetrag für die Montage. Sie können in der Praxis durchaus abweichen, was die Bewertung der Wirtschaftlichkeit entsprechend verändert.
Die getesteten Anlagen im Überblick:
• Brötje Solarpaket W- WGB- S 2W DBS +Brennwertkesselpaket WGB- S
August Brötje
• Citrin Komfort Solarkomplettpaket Citrin Solar
• Consolar Warmwasser- Kompaktsolaranlage Consolar
• De Dietrich Dietrisol NEO 300- 4 + Zusatzkollektor
De Dietrich Remeha
• Elco Solarpaket zur Trinkwassererwärmung Elco
• Nau Solarpaket zur Trinkwassererwärmung Nau
• Phönix Comfort Phönix Sonnenwärme
• Prosolar Solarpaket zur Trinkwassererwärmung
Prosolar
• Schüco Trinkwasser- Kompaktsystem Schüco
• Solarfocus S970- Aktion- 19 Solarfocus
• Sonnenkraft Solarpaket zur Trinkwassererwärmung
Sonnenkraft
• Sunset Kompaktanlage 3/ 6S- P Sunset Energietechnik
• Wagner Solarpaket zur Trinkwassererwärmung
Wagner & Co. Solartechnik
• Weishaupt Solarpaket zur Trinkwassererwärmung
Weishaupt
• Westfa Solarpaket zur Trinkwassererwärmung Westfa
• Wikora S 30- A + WBO 403 Duo Wikora
• Wolf Solarpaket zur Trinkwassererwärmung
Wolf Heiztechnik
Hier erfahren Sie mehr über den Testsieger von Wagner&Co => LINK

Quelle: oekotest.de
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